Trump ist Mr. Wednesday

Ich habe gerade die erste Staffel der Amazon Serie „American Gods“ gesehen, in der ein Mr. Wednesday, der sich als Gott Odin herausstellt, alle alten Götter, welche die verschiedenen Einwanderer mitgebracht haben, zum Kampf gegen die neuen Götter Internet, Medien etc. sammelt.

Wie dieser Kampf in der Serie ausgehen wird, ist nicht klar. Und das zu Grunde liegende Buch habe ich nicht gelesen. Aber es ist genau die Sammlung von antimodernen Kräften, welche Trump vorgenommen hat.

Nebenbei bemerkt: Das theologische Konzept ist von Terry Pratchett geklaut. Götter als nicht nur imaginäre Verkörperung menschlicher Sehnsüchte deren Existenz von dem Ausmaß der Anbetung abhängt. Auch die Personalisierung des Todes und seine Funktion stammt von Pratchett, auch wenn hier Horus diese Aufgabe übernimmt.

Werbeanzeigen

Postmoderne vs. Wissenschaft

Ich habe oft Konflikte wegen meiner Auffassung, dass es eine objektive Realität gibt. Meistens mit Esoterikern, oft genug auch mit Postmodernisten, wobei die Grenzen fließend sind.

Warum letzteres problematisch ist, wird hier hervorragend analysiert:

How French “Intellectuals” Ruined the West: Postmodernism and Its Impact, Explained

Europäisch-türkischer Krieg?!

In der letzten Zeit haben sich verschiedene türkische Politiker der AKP in den Auseinandersetzungen um Wahlkampfauftritte wegen des Verfassungsreferendums mit erheblichen Verbalattacken, z.B. mit Hitler-Vergleichen hervorgetan.

Man sollte nicht annehmen, dass diese Politiker keine Ahnung von Geschichte haben.

Es geht viel mehr um eine typische Ablenkung von innenpolitischen Schwierigkeiten. Da sind zum Beispiel die ökonomischen Probleme. Diese resultieren aus den generellen Schwierigkeiten der aufstrebenden Bricks-Staaten. Zum anderen hat die zunehmend autoritäre Politik der AKP selber dafür gesorgt, dass sich das Investitionsklima verschlechtert. Verstaatlichungen schrecken ab. Erdogan hat zur Absicherung seiner Macht auf Konfrontation mit den Kurden gesetzt, nachdem er die letzte Parlaments-Wahl nicht gewinnen konnte, was eine deutliche Verschlechterung der Sicherheitslage nach sich zog.

Jetzt steht die AKP eventuell vor einer weiteren Niederlage bei ebendem Referendum. Und ihrem bisherigen Muster folgend muss sie diese Niederlage nach außen abreagieren. Welche Kandidaten gibt es da? Syrien, IS? Dort ist die Türkei bereits engagiert, in einem Maße, welches nicht so zu steigern ist, dass damit die notwendige Ablenkung erfolgen kann. Iran? Bisher gibt es keine Anzeichen für zunehmende Spannungen. Russland? Man hat sich gerade nach dem Flugzeug-Abschuss wieder versöhnt. Und Putin und Erdogan sind sich doch sehr ähnlich.

Es bleibt die EU – siehe Anfang.

Da die verbalen Möglichkeiten ausgereizt sind und die ökonomischen der Türkei im Verhältnis zur EU verschwindend klein sind, muss die Eskalation anders aussehen.

Die erste Stufe dürfte die Aufhebung des sogenannten Flüchlingspakts sein. Aber dies wird weniger Effekt haben, als manche EU-Politiker glauben. Die Türkei hat bereits ihre eigenen Grenze zu Syrien dicht gemacht, wegen der Kämpfe mit den Kurden und neuerdings auch mit dem IS.

Deswegen sehe ich als einzige verbliebene Eskalationsstufe eine militärische Auseinandersetzung mit der EU. Das türkische Militär ist gut gerüstet. Und es gibt genügend mögliche Anlässe.

An erster Stelle stehen ungeklärte Grenzfragen in der Ägäis, welche man auf die eine oder andere Art vieleicht im Zusammenhang mit den Flüchtlingen eskalieren kann. Griechenland hat sich früher nicht grundlos einiges an Waffen gerade auch aus Deutschland zugelegt. Was nebenbei einen nicht unerheblichen Teil der griechischen Staatsschulden erklärt.

An zweiter Stelle steht Zypern. Die Wiedevereinigungsgespräche machen gute Fortschritte. Der Verlierer einer zypriotischen Wiedervereiniung wäre die Türkei. Sie könnte sich zu Gegenmaßnahmen gezwungen sehen.

An dritter Stelle stände Mazedonien. Leider hat Griechenland wegen des Namenstreits eine stärkere Bindung an die EU verhindert. Das hat – neben anderen Ursachen – zur Ausbildung eines autoritär-oligarchischen Systems wie in Russland etc. geführt. Erhöht die EU im Zusammenhang mit zunehmenden Flüchtlingszahlen den Druck auf Mazedonien, könnte die Türkei „Hilfe“ anbieten.

An vierter Stelle steht die türkische Minderheit in Bulgarien.

Und nicht zuletzt könnte die Türkei versucht sein, die türkisch-stämmigen Migranten in der EU zu instrumentalisieren.

Ich halte einen Krieg zwischen der EU oder Teilen der EU und der Türkei nicht für zwingend, aber auch nicht für so unwahrscheinlich, dass man nicht darüber nachdenken sollte.

 

Nachtrag:

Ich habe die Bundeswehrsoldaten in der Türkei vergessen. Wie sich da ein Kriegsgrund schaffen lässt, wurde kürzlich in Litauen gezeigt.

Brexit

Die Brexit-Abstimmung steht vor der Tür.

Es wäre prinzipiell schade, wenn die Britten Europa verlassen würden.

Aber inzwischen bin ich der Auffassung: Liebe ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU hätte meiner Ansicht nach katastrophale Folgen für Großbritannien, mäßig negative unmittelbare Folgen für die EU.

Würde ein wirtschaftlich schwächeres Land wie Ungarn, Polen oder Griechenland austreten und hätte dies negative Folgen für dieses Land, würde dies als Rache der großen bösen EU gewertet werden. Aber bei dem wirtschaftlich zweitstärksten Land der EU wäre es offensichtlich, das der Austritt selber die negativen Folgen verursacht hätte.

Dies würde den Europa-Gegnern in den anderen Ländern den wind aus den Segeln nehmen. Jedem wäre klar, was auf dem Spiel steht bei einem Austritt. Leider reagieren die meisten Menschen nicht auf abstrakte Überlegungen. Ein deutliches Negativ-Beispiel Großbritannien hätte dagegen vielleicht eine Wirkung.

Einer der wichtigsten Gegner einer demokratischen Republik Europa wäre aus dem Spiel. Der Rest Europas könnte besser an einer engeren Zusammenarbeit bis hin zur Auflösung der Nationalstaaten arbeiten.

Ich wiederhole, ich fände einen Austritt schade. Er hätte massive negative Auswirkungen für die Britten, aber auch für die osteuropäischen Einwanderer (die aber auch schon jetzt zunehmend Probleme haben, wie ich praktisch aus meiner Familie weiß. Aber auch Britten, die seid vielen Jahren in Deutschland leben, überlegen, nach einem Brexit die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen.

Aber vielleicht ist dies notwendig, um eine politische Korrektur in Europa zu bekommen.

Diem25

Ich denke, ich werde mich mal wieder ein bisschen politisch engagieren:

Home DE

Bezüglich Polen ein kurzes Video von Varoufakis:

Varoufakis Rede an Polen

 

Der kategorische Imperativ der Linken

Handle stets so, dass in der Summe der Ergebnisse deines Handelns der menschliche Fortschritt, sowohl technisch als auch gesellschaftlich, mehr befördert als behindert wird.


 

Der Fortschritt

Im neunzehnten Jahrhundert bis weit ins zwanzigste hinein war die Linke synonym mit dem Fortschritt. Entsprechend wurde die Rechte immer auch als konservativ oder reaktionär bezeichnet. Der Fortschrittsbegriff umfasste auch den technischen Fortschritt – jedenfalls soweit es die marxistische Linke betraf. Er kulminierte in dem Satz von Lenin:

Sozialismus ist Elektrifizierung plus Sowjetmacht.

Das ist so selbstverständlich einfach falsch. Aber die Verbindung von technischem und sozialem Forstschritt ist darin immerhin noch verstanden. Eine der offenkundigen Beispiele für diese Verbindung ist die zunehmende Emanzipation der Frauen. Entwicklung der Haushaltsgeräte, einfache Verfügbarkeit und Diversifizierung von Haushaltschemikalien und der Fortschritt in der Verhütung haben den Weg für eine Loslösung der Frauen aus einer primären Definition über Reproduktionsaufgaben geebnet.

Einen Bruch in diesem Verständnis in der Linken hat es mit Ausschwitz, den Atomwaffen und der Atomenergie, später mit ökologischen Problemen gegeben. So konnten bei der Gründung der Grünen Rechte und Linke zusammenkommen.

Dieser Bruch war nicht falsch. Er hat eine naive Vorstellung von Fortschritt in Frage gestellt. Auch „sozialistische“ Atomkraftwerke sind falsch. Der Bruch hat den Weg für einen vertiefenden Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen geebnet. Auch die Behandlung biologischer Problem nach chemischem Paradigma, zum Beispiel verkörpert durch Monsanto wäre auch in einer sozialistischen Gesellschaft falsch.

Ich selber bin noch nicht zu einer abschließenden Beurteilung der Gefahren einer biologischen Behandlung biologischer Probleme gekommen. Das Problem hier ist die ungeheure Komplexität, um viele Ordnungen größer als bei der Programmierung. Und schon bei der Programmierung ist sie kaum in den Griff zu bekommen. Andererseits ist eine Planwirtschaft, also eine Wirtschaft, in der nicht der blinde Wille der Markteilnehmer, sondern die gesamte Gesellschaft über die Verfügung über die Produktionsmittel entscheidet, auf Grund der Datenmenge ohne Computerisierung nicht wirklich denkbar. Computer sind damit zwar keine hinreichende, aber notwendige Voraussetzung für den Fortschritt.

Für den Übergang von der mechanistischen(physikalischen) zur chemischen Weltsicht war die Entwicklung des Periodensystems eine notwendige Bedingung. Sie verankerte die Chemie in der physikalischen Welt und etablierte gleichzeitig eine chemische Ontologie.

Für den Übergang von der chemischen zur biologischen Weltsicht ( in vielen Teilen der Welt, zum Beispiel auch den USA noch nicht vollzogen ) war die Entdeckung der DNA notwendige Voraussetzung. Sie verankerte die Biologie in der chemischen Welt und etablierte gleichzeitig eine biologische Ontologie.

Eine derartige Verankerung des Bewusstseins in der Biologie und damit Etablierung einer menschlichen Ontologie steht noch aus. Damit fehlt eine notwendige Voraussetzung für den Sozialismus. Diese wird aber durch den medizinischen Fortschritt, hoffentlich früher als später, geliefert werden.

Die Summe der Ergebnisse deines Handelns

Für eine materialistische Linke ist das Ergebnis, nicht die Intention wichtig. Die Linke ist keine Religion, die zum Seelenfrieden führen soll. Der Sozialismus wird die Menschen auch nicht glücklich machen. Das Glück eines Menschen liegt ausschließlich in der Hand des Einzelnen. Er wird die Menschen aber besser leben lassen. Und er wird das Unglück (zum Beispiel durch Krieg, Ausbeutung und Konkurrenz) auf das unvermeidliche Minimum (zum Beispiele durch Unfälle und andere allgemeine Lebensrisiken) minimieren.

Entsprechend definiert sich eine Linke immer dadurch, dass ihr Handeln auf die Verbesserung der allgemeinen Lebensverhältnisse abzielt. Im Gegensatz zum Utilitarismus zielt dies nicht auf eine Maximierung des allgemeinen Glücks, sondern auf die Lebensbedingungen aller, auch und gerade der schwächsten ab. Solidarität und nicht Gerechtigkeit ist ein Grundwert der Linken. Siehe Buchkritik Sozialismus im 21. Jahrhundert, Seite 568:

Marx verweist zu Recht darauf hin, dass es keinen gerechten Lohn geben kann, auch nicht im Sozialismus. Sozialismus ist fundamentale Ungerechtigkeit mit dem Namen Solidarität.

Ein Setzen der politischen Strategie auf die allgemeine Verelendung und/oder Faschisierung wird damit ausgeschlossen. Eine Opferung der Gegenwart für die Zukunft ist nicht Links, sondern religiös.

Die Ergebnisse des Handelns müssen also den Fortschritt, technologisch wie gesellschaftlich, befördern.

In der Summe mehr befördern als behindern

Kein Mensch kann alle Ergebnisse seines Handelns abschätzen. Kein Mensch kann in den gegeben gesellschaftlichen Verhältnissen perfekt handeln. Auch und gerade nicht im Linken Sinne. Wir sind Produkt dieser Verhältnisse und bis zu unserem Tod einem permanenten Anpassungsdruck ausgesetzt, dem wir permanent entgegenarbeiten müssen. Emanzipation ist nie abgeschlossen. Wir machen Fehler, haben Ängste, Verpflichtungen, Schwächen. Wir sind keine Götter, Heilige, Übermenschen oder Helden. Wir wollen es auch nicht sein.

Deshalb werden unvermeidbar unsere Handlunge auch immer reaktionäre Effekte haben.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Adorno)

Wir wollen einfach nur Menschen sein, die ein wenig besser, ein wenig humaner, ein wenig weiniger entfremdet leben. Und weil dies nur dadurch geht, dass man die Scheiße in der Welt nicht ignoriert, weil einen sonst die Scheiße in den eigenen Kopf kriecht, geht das nur, wenn es allen besser geht.

Es gibt ein richtigeres Leben im falschen.

Wenn wir das falsche nicht vermeiden können, können wir uns doch anstrengen, es zu reduzieren. Deshalb geht es um die Summe der Ergebnisse unserer Handlungen, nicht um die Ergebnisse jeder Einzelhandlung.

Die ist als Aufruf zu einer gewissen Gelassenheit im Umgang der Linken untereinander zu verstehen. Und auch der einzelnen Linken mit sich selber. Ich habe kaum jemals wirkliche Renegaten kennengelernt. Wer eine bestimmte Stufe der Emanzipation und Selbst-Humanisierung errecht hat, wird diese kaum aufgeben wollen. Aber jeder macht Fehler, gerät in Sackgassen.

Wie wird der Fortschritt befördert?

Weder durch Realpolitik noch durch moralisierenden Extremismus oder Utopismus. Realpolitik ist das sich Bewegen in den vorgegebenen Strukturen. Damit verändert man nichts. Utopismus ist wie mit Auto auf glattem Eis Vollgas geben. Entweder man kommt nicht von der Stelle (meistens) oder man verliert die Kontrolle und landet in der Katastrophe (Stalinismus, chinesische Kulturrevolution, Khmer Rouge).

Es geht darum, immer wieder konkret in der jeweiligen Situation in ein Spannungsverhältnis mit den Gegebenheiten zu treten. Dies kann im Extremfall eine Auseinandersetzung über die Höhe von Bordsteinkanten sein. Manchmal sind die Umstände so, dass man den radikalere Mittel anwenden muss. Manchmal bleibt einem nur die kritische intellektuelle Begleitung der Verhältnisse. Am grünen Tisch kann dies nicht entschieden werden.

 

 

 

 

Europa – kleine Korrektur

Vereinigte Staaten von Europa – das ist der falsche Name. Denn dieser Name verweist auf etwas wie einen Bundesstaat. Und genau das ist etwas, was nicht hilft.

Funktionieren kann ein Europa nur, wenn die Nationalstaaten abgeschafft werden und bestenfalls noch als Verwaltungseinheiten weiterbestehen.

Der richtige Name lautet also:

Republik Europa

Wo wir dabei sind: Ein Vereinigtes Königreich hat da sowieso keinen Platz!

Polen und China – leider recht gehabt

In vorigen Posts habe ich auf die schlechten Aussichten für China und Polen hingewiesen.

China ist am Ende der Fahnenstange, die angehäuften inneren Widersprüche des Turbokapitalismus zentralistisch auszugleichen. Im Grunde folgte dem Hyperkapitalismus seid 2008 ein Hyperkeynsianismus. Wie Thomas Ebermann in der Januar-Konkret richtig und leider auch nicht neu ausführt, kann der Keynsianismus nicht auf Dauer die Wirdersprüche des Kapitalismus ausbügeln.

In Polen ist dank der Gleichgültigkeit eine klerikal-faschistische Regierung an der Macht. Und Diese macht alles, die Demokratie abzuschaffen. In der Konsequenz wird der Zloty immer weicher, weil immer mehr Investoren Geld aus Polen abziehen. Das großmäulig verkündete Wirtschaftswachstum von 3,6 % kann sich die Regierung dahin stecken, wo die Sonne nie scheint.

Der polnische Rousseau

Der polnische Staatspräsident hat gesagt, dass das Interesse des Volkes wichtiger ist als Gesetze.

Damit schließt er sich einer faschistischen Interpretation des Volunte General von Rousseau an.

Mir graust vor der Entwicklung in Polen in den nächsten Jahren.

Meine Hoffnung ist, dass es in Polen auch eine andere Tradition gibt.

Die der ersten Verfassung in Europa.

Die einer reichhaltigen Kultur, Schriftsteller und Musiker von Weltrang.

Die eines ganz speziellen Anarchismus.

Und vielleicht, ganz vielleicht wacht die Jugend mal auf und macht beim KOD (Facebook: Komitet Obrony Demokracji ) mit.

Siehe auch:

http://orf.at/stories/2311575/2311581/

http://www.deutschlandfunk.de/widerstand-polen-sorgen-sich-um-ihre-demokratie.795.de.html?dram:article_id=338549

https://kkrohnblog.wordpress.com/2015/11/30/polen-furchten-um-ihre-demokratie/

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46762/1.html

http://www.tt.com/home/10843410-91/um-demokratie-besorgte-polen-machen-gegen-regierung-mobil.csp

Die Dänen haben es bewiesen.

Wenn mal wieder ein Polizist in einer Talkshow darauf hinweist, dass Flüchtlinge nicht krimineller sind als Deutsche.

Wenn die Rentenversicherung darauf hinweist, dass die Renten durch die aktuelle Zuwanderung sicherer werden.

Wenn der Chefvolkswirt Angela Merkel attestiert, mit ihre Politik des Zuzugs habe sie das Wirtschaftswachstum in Deutschland für die nächsten zwanzig Jahre gesichert.

Dann wird all das nichts helfen.

Es geht nicht um reale Bedrohungen.

Es geht um die Angst vor der Welt.

Es geht um die Angst vor dem Anderen.

Es geht um das kuschelige kleine Nest, welches man nicht verlassen will.

Man will nicht wie Bilbo und Frode sich der Welt stellen, sondern in Hobbingen bleiben.

Was ist mehr Hobbingen als Dänemark? Die Schweiz vielleicht. Aber dort wird man das gleiche finden.

Dänemark hat sich in einer Volksabstimmung gegen eine Intensivierung der Europol-Zusammenarbeit (ich bin bestimmt kein Freund stärkerer Polizeien) entschieden.

Wäre es um Sicherheit und weniger Kriminalität gegangen, hätten viele mit Ja statt mit Nein stimmen müssen.

Aber sie haben sich vor allem gegen Europa entschieden. Weil Europa eben nicht Hobbingen ist. Für Europa zu sein, ist eine rationale Entscheidung. Europa ist nicht kuschelig.

Also lieber weniger Sicherheit, aber mehr Hobbingen.